Wir sind Schiffsbefestiger!

Schiffsbefestigung im Hambuger Hafen

Seit 1877 im Bereich der Schiffsbefestigung tätig, machen wir im Namen und Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Hamburger Schiffsbefestiger GmbH & Co. KG „Fest und Los“. Dies rund um die Uhr (365/24/7), von der Land- und Wasserseite mit unseren speziellen Mooring-Cars sowie Festmacherbooten. Stationiert an den St. Pauli Landungsbrücken, dem Herzen des Hamburger Hafens, starten wir unsere Einsätze und sorgen für einen reibungslosen Ablauf beim Fest- und Losmachen Schiffstypen jeglicher Art.

Seit 2006 tragen wir unseren Teil zur Ausbildung zum Hafenschiffer/in bei.

Was ist ein Schiffsbefestiger ?

Als Schiffsbefestiger oder Festmacher wird eine Person bezeichnet, die anlegenden Schiffen von Land aus oder unter Verwendung eines Festmacherbootes beim Festmachen behilflich ist.

Typischerweise arbeitet er auf dem Kai, auf der Pier oder an Bord seines Festmacherbootes. Ihm wird von Bord aus für jede Festmacherleine eine Wurfleine zugeworfen, die mit einer Affenfaust (oder Ähnlichem) beschwert ist, damit sie weit genug und trotz Wind in die richtige Richtung fliegt. Mit der Wurfleine zieht er das Auge der Festmacherleine zu sich heran und legt es über den richtigen Poller. Danach ist es Sache der Schiffsbesatzung, die Festmacherleine mit einer Winde oder einem Spill steifzuholen und bordseitig zu befestigen.

Ein Schiffsbefestiger muss für seine Arbeit wissen, welche Poller in welcher Reihenfolge benutzt werden und wo ein Aufenthalt lebensgefährlich sein kann, falls eine Festmacherleine bricht (reißt) und ihn erschlagen könnte. Ein Schiff wird am Hafenkai in der Regel mit einer Vorleine, einer Achterleine, einer Vorspring und einer Achterspring festgemacht. Bei größeren Schiffen werden diese Festmacherleinen, auch Trossen genannt, mehrfach verwendet, um die Zugkräfte aufzuteilen, die durch den Winddruck auf die Schiffsaufbauten, Takelage und Schiffsladung entstehen.

Wenn die Festmacherleine nicht mit einem gespleißten Auge versehen ist, wird mit einem Palstek eine feste Schlinge geknüpft. Alternativ kann die Leine mit einem geworfenen Webeleinenstek oder mit anderthalb Rundtörn mit zwei halben Schlägen am Poller befestigt werden.

Im Hamburger Hafen sind Festmacher selbständige Unternehmer und teilweise in der Arbeitsgemeinschaft Hamburger Schiffsbefestiger zusammengeschlossen. Sie suchen ihre Einsatzorte mit dem Auto oder mit eigenen Booten, den Festmacherbooten, auf.

Ein Schiffsbefestiger sollte, da es sich nicht um einen Beruf mit geregelter Ausbildung handelt, Erfahrung als Deckskraft (z.B. Matrose, Bootsmann oder Schiffsmechaniker) haben.

Quelle: Wikpedia

Was ist ein Festmacherboot?

Ein Festmacherboot, auch Mackerboot (engl. Mooring Tug) ist ein kleines, heute motorisiertes und sehr bewegliches Boot, das ein Festmacher oder Schiffsbefestiger bzw. eine Festmachercrew (Festmachermannschaft) auch umgangssprachlich Festmachergang benutzt, um ein Schiff im Hafen festzumachen, d.h. fest mit dem Hafenkai zu verbinden, damit der Lade- und Löschvorgang reibungslos durchgeführt werden kann. Festmacher benötigen ihre Festmacherboote insbesondere dann, wenn ein Schiff nicht direkt an der Kaimauer liegt, sondern (vorübergehend) an Dalben festgemacht wird.

Was ist das Tauwerk?

Tauwerk sind Seile aus Natur- und synthetischen Fasern. Eine besondere Gruppe des Tauwerkes bildet das Herkulestauwerk, das eine Seele (Kern) aus Drahtseil hat. Der Begriff Tau ist seemännisch nur als Wortteil gebräuchlich. Für ein einzelnes „Tau“ verwendet man beispielsweise den Begriff „Leine“ oder „Ende“. Der Begriff Tauwerk ist ein Oberbegriff und wird für das Material an sich benutzt. Tauwerk bezeichnet nicht einen konkreten Gegenstand (also nicht: „Gib mir bitte mal das Tauwerk dort.“, sondern „Gib mir bitte mal die Leine dort.“ Aber: „Er handelt mit Tauwerk.“).